Kleine Strolche blicken auf 150 Jahre zurück

Vor 175 Jahren gründete Friedrich Fröbel in Thüringen den ersten Kindergarten Deutschlands. Nicht ganz so alt, aber immerhin 150 Jahre, ist der Kindergaten „Kleine Strolche“ in Altomünster. 

Altomünster – Die Sonne strahlte mit den Kindern, Erziehern und Eltern um die Wette, als der Kindergarten „Kleine Strolche“ in Altomünster sein 150-jähriges Bestehen feierte. Der Name freilich ist noch nicht so alt, doch bei den mittlerweile fünf Kindergärten in der Gemeinde wurde ein prägnanter Name nötig.

Kindergartenleiterin Monika Renner begrüßte alle Gäste, vor allem auch ihre Kollegen und alle ehemaligen Mitarbeiter. Zugleich bedauerte sie, dass kurz zuvor „Tante Ilse Richter“ verstorben war (wir haben berichtet). Sie werde immer mit dem Kindergarten verbunden bleiben, betonte Monika Renner.

Das heutige „Strolche-Team“ bringe es auch schon auf 159 Arbeitsjahre, stellte die Leiterin fest. Sie selbst sei immer wieder stolz darauf, wenn sie ihre früheren Schützlinge trifft und feststellen kann, „dass aus allen etwas geworden ist“. Gut 20 Kinder würden jedes Jahr aus ihrer Obhut in die Schule entlassen.

Bürgermeister Anton Kerle fand es beachtlich, dass es praktisch schon die sechste Generation ist, die hier für die Gemeinde im Kindergarten eine wichtige Aufgabe übernimmt. Dafür dankte er dem Personal ganz besonders, zumal der Stellenwert eines Kindergartens heute viel höher angesiedelt werde, als damals zur Gründung. Dass diese Einrichtung noch viele Jahrzehnte weiter bestehen kann, das wünschte er „von ganzem Herzen“.

Es wurde ein fröhliches Fest, und viele fleißige Hände hatten mitgeholfen, dass es gut gelingt. „In den Kindergarten gehen wir. Ohne Mutti sind wir täglich hier. Um zu spielen und zu lachen und so manche Gaudi machen. In den Kindergarten gehen wir“, sangen die Kinder aus vollen Kehlen zu Beginn der Feierstunde. Sie standen an diesem Tag natürlich im Mittelpunkt, sangen und hatten je Gruppe ein nettes altes Spiel vorbereitet, wie die Geschichte vom Schwammerling, das Katzentatzentanzspiel oder aber den Heiratsantrag des kleinen Schornsteinfegers, der schließlich im Hochzeitsfest endete.

Viel Applaus bekamen die Kinder für ihre Darbietungen, aber auch alle Helfer sowie die Spender von Spielsachen, die der Gemeindechef, die Sparkasse und Christian Riendl vom Elternbeirat übergaben. Der benachbarte Kapplerbräu hatte die Getränke für dieses Jubiläumsfest spendiert. Applaus bekam auch Kerstin Bohlen, Janet Fleck und Andrea Gottschalk für ihre Chronik, die schon Ilse Richter in den Anfangszeiten des Kindergartens begonnen hatte.